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Ratgeber für Manager

Feedback für Mitarbeiter: Wie gibt man Feedback, das wirklich wirkt? Mit Beispielen

Feedback ist eines der wichtigsten Werkzeuge einer Führungskraft. Gutes Feedback hilft Mitarbeitern zu verstehen, was sie gut machen, was sie verändern sollten und welche Auswirkungen ihr Verhalten auf das Team oder die Geschäftsergebnisse hat.

Das Problem: Viele Feedbackgespräche sind zu allgemein. „Du musst dich mehr anstrengen", „Verbessere deine Kommunikation" oder „Deine Leistung ist schlechter geworden" sagt dem Mitarbeiter nicht, was er konkret anders machen soll.

Was macht gutes Feedback aus?

Gutes Feedback ist:

  • konkret,
  • auf beobachtbaren Fakten basiert,
  • zeitnah,
  • auf Verhalten oder Ergebnisse fokussiert,
  • zukunftsorientiert,
  • mit einem klaren nächsten Schritt verbunden

Statt:

„Deine Kommunikation ist schlecht."

Besser:

„Im gestrigen Meeting hast du Anna zweimal unterbrochen, bevor sie ihren Gedanken beendet hatte. Dadurch wurde die Diskussion schwieriger. Im nächsten Meeting möchte ich, dass wir jedem die Möglichkeit geben, seinen Punkt zu Ende zu bringen."

Das SBI-Modell

Eine einfache Struktur ist SBI:

Situation: Wann und wo ist es passiert?

Behavior: Was hat der Mitarbeiter konkret getan?

Impact: Welche Auswirkungen hatte es?

Beispiel:

„Während des Kundentermins am Montag hast du zweimal für den Kunden geantwortet, bevor er seinen Satz beendet hatte. Der Kunde hat das Thema danach nicht weiter ausgeführt und wir mussten später noch einmal auf seine Bedürfnisse zurückkommen."

Positives Feedback

Auch positives Feedback sollte konkret sein.

Statt:

„Gute Arbeit."

Besser:

„In der Kundenpräsentation hast du die Fragen zum Preis sehr gut beantwortet. Du hast die Unterschiede zwischen den Varianten erklärt, ohne unnötig ins Detail zu gehen. Dadurch konnten wir schnell wieder zum Nutzen des Produkts zurückkehren."

So weiß der Mitarbeiter, was er wiederholen sollte.

Negatives Feedback

Beginne nicht mit einem Urteil über die Person.

Nicht:

„Du bist unverantwortlich."

Sondern:

„Der Bericht sollte am Freitag verschickt werden. Er wurde nicht verschickt und ich wurde vorher nicht über das Problem informiert. Wenn du ein Risiko für eine Verzögerung erkennst, erwarte ich, dass du mich vor Ablauf der Frist informierst."

Wie gibt man Feedback nach einem Fehler?

Beginne mit den Fakten.

1. Was ist passiert? 2. Welche Auswirkungen hatte es? 3. Warum ist es passiert? 4. Was könnte anders gemacht werden? 5. Wie verhindern wir eine Wiederholung?

Nicht jeder Fehler ist ein Problem des Mitarbeiters. Manchmal liegt das eigentliche Problem im Prozess.

Was tun, wenn der Mitarbeiter nicht zustimmt?

Du musst den Mitarbeiter nicht dazu bringen, deine Interpretation zu akzeptieren.

Du kannst sagen:

„Ich verstehe, dass du die Situation anders siehst. Ich möchte, dass wir uns darauf einigen, welches Verhalten und welches Ergebnis erwartet werden."

Wenn der Mitarbeiter neue Fakten nennt, sollte die Führungskraft diese berücksichtigen.

Feedback bei schwachen Ergebnissen

Nicht nur:

„Deine Ergebnisse sind zu schlecht."

Besser:

„In den letzten zwei Monaten hast du 72 % des vereinbarten Ziels erreicht. Ich möchte verstehen, was die wichtigste Ursache für die Differenz ist, und gemeinsam einen Verbesserungsplan festlegen."

Feedback zum Verhalten

Trenne Verhalten und Persönlichkeit.

Nicht:

„Du bist arrogant."

Sondern:

„Während des Meetings wurde die Art, wie du deinem Kollegen geantwortet hast, als abwertend wahrgenommen. Ich möchte, dass wir Probleme besprechen können, ohne persönliche Bemerkungen."

Feedback für leistungsstarke Mitarbeiter

Beschränke dich nicht auf Lob.

Frage:

„Was möchtest du aus dem letzten Projekt wiederholen?"

Danach kannst du über Entwicklung sprechen:

„Welche neue Verantwortung möchtest du als Nächstes übernehmen?"

Feedback im 1:1

Feedback sollte nicht nur bei der jährlichen Leistungsbeurteilung stattfinden.

Regelmäßige 1:1-Gespräche eignen sich gut für:

  • Fortschrittskontrolle,
  • Verhaltenskorrektur,
  • Anerkennung von Leistungen,
  • Problemlösung,
  • nächste Schritte

Häufige Fehler von Führungskräften

1. Zu allgemeines Feedback

„Verbessere deine Kommunikation" erklärt nicht, was geändert werden soll.

2. Feedback kommt zu spät

Je mehr Zeit vergeht, desto schwieriger wird es, die Situation korrekt zu rekonstruieren.

3. Die Persönlichkeit wird bewertet

„Du bist faul" ist ein Urteil über die Person und kein hilfreiches Feedback.

4. Nur negatives Feedback

Wenn eine Führungskraft hauptsächlich dann spricht, wenn etwas falsch läuft, wird Feedback mit Kritik verbunden.

5. Kein nächster Schritt

Jedes gute Feedbackgespräch sollte die Frage beantworten: „Was passiert jetzt?"

Ein einfacher Feedback-Rahmen

Nutze:

Fakt → Verhalten → Auswirkung → Erwartung → nächster Schritt

Beispiel:

„Bei den letzten beiden Meetings \[Fakt\] hast du Kollegen unterbrochen \[Verhalten\], wodurch sie ihre Argumente nicht zu Ende bringen konnten \[Auswirkung\]. Ich erwarte, dass du bei zukünftigen Meetings andere ausreden lässt \[Erwartung\]. Wir besprechen den Punkt nach dem nächsten Meeting erneut \[nächster Schritt\]."

Feedback sollte zu einer Handlung führen

Das beste Feedback endet nicht mit einer Bewertung. Es führt zu einer Veränderung.

Nach dem Gespräch kann es sinnvoll sein, festzuhalten:

  • was vereinbart wurde,
  • was der Mitarbeiter tun wird,
  • was die Führungskraft tun wird,
  • wann der Fortschritt überprüft wird

Ein KI-Assistent für Führungskräfte kann dabei helfen, Gesprächsnotizen zu strukturieren, Vereinbarungen festzuhalten und Themen für das nächste Gespräch sichtbar zu machen.

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Häufig gestellte Fragen

Was ist das SBI-Modell beim Feedback?

SBI steht für Situation, Behavior (Verhalten) und Impact (Auswirkung) — eine einfache Struktur, mit der Sie beschreiben, wann und wo etwas passiert ist, was der Mitarbeiter konkret getan hat und welche Auswirkung es hatte.

Sollte positives Feedback auch konkret sein?

Ja. Ein allgemeines „gute Arbeit" sagt dem Mitarbeiter nicht, was genau er wiederholen soll — ein konkretes Beispiel hilft ihm, das richtige Verhalten zu festigen.

Was tun, wenn der Mitarbeiter dem Feedback nicht zustimmt?

Sie müssen ihn nicht von Ihrer Interpretation überzeugen — einigen Sie sich gemeinsam darauf, welches Verhalten und welches Ergebnis erwartet werden, und berücksichtigen Sie neue Fakten, die der Mitarbeiter nennt.

Kann KI bei der Vorbereitung von Feedback helfen?

Ein KI-Assistent für Führungskräfte kann helfen, Beobachtungen aus Gesprächen zu strukturieren, frühere Vereinbarungen festzuhalten und Themen für das nächste Gespräch sichtbar zu machen.

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